WS 1 Birgit Mayer

Preconference-Workshop
Geistige, psychische und körperliche Behinderung – ein Einblick in die Trauma-pädagogik und Traumatherapie
Dipl. Psych. Birgit Mayer
Agogische Leitung Wohnheim Tilia, IV-Betriebe des Kantonalen Sozialamts, Rheinau (CH)
Vor allem bei Menschen mit einer Intelligenzminderung (IM) werden Traumafolgestörungen in der Praxis übersehen, nicht diagnostiziert und infolgedessen erfolgen keine Hilfs-, bzw. Therapieangebote. Dies, obwohl bekannt, dass gerade bei diesen Menschen das Risiko, z.B. körperliche oder sexuelle Gewalt zu erleben, viel grösser ist, als bei Menschen ohne IM. Auch bei Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die in Einrichtungen leben, bleiben Traumafolgestörungen oft unentdeckt.
Als Basis für die Betreuung in Wohnheimen und/oder Kliniken bietet die Traumapädagogik vielversprechende Ansätze, nicht nur für diese Klientel.
Im 1. Teil des Workshops werden Grundlagen zum Thema «Trauma» und «Traumfolge-störung» vermittelt. Zentrale Ansätze der Traumapädagogik, wie «Ein sicherer Ort» oder «Der gute Grund» werden vorgestellt.
Anhand von Fallbeispielen zeigt die Referentin auf, hinter welchen Symptombildern sich komplexe Traumafolgestörungen verbergen können und welche positiven Effekte eine ent-sprechende Grundhaltung in der praktischen Arbeit mit Menschen mit ganz unterschied-lichen Beeinträchtigungen, auch infolge psychischer Erkrankungen, haben kann.
Im 2. Teil des Workshops wird vorgestellt, welche speziellen Erfordernisse bei einer Trauma-therapie bei Menschen mit einer IM und evtl. weiteren Beeinträchtigungen auftreten können- aber auch welche Methoden in der Praxis mit gutem Erfolg erprobt sind (nach M. Huber, E. Nijenhuis etc.). Auch die Anwendung des KERF wird kurz vorgestellt.
Max. 30 Teilnehmer_innen

Event Timeslots (1)

Donnerstag
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