Programm 2020 – Änderungen vorbehalten

Das vollständige Tagungsprogramm wird Ende 2019/Anfang 2020 zur Verüfung stehen.

 


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Donnerstag 13 Feb 2020

10:00 - 13:30 Preconference-Workshops I

STARK: Skills-Training zur Affektregulation – ein kultursensibler Ansatz: Therapiemanual für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund

Theresa Koch, Alexandra Liedl

„Es fühlt sich an wie eine Störung in der Gangschaltung. Ich kann nicht mehr kontrolliert von einem Gang in den nächsten schalten, sondern es geht automatisch der Aggressions-Gang rein.“
Schwierigkeiten in der Emotionsregulation, wie sie ein Klient aus Afghanistan hier schildert, sind häufige Begleiterscheinungen der psychischen Belastungen, denen Geflüchtete im Exil ausgesetzt sind, nachdem sie aufgrund von Krieg, Gewalt und Vertreibung ihr Land verlassen mussten. So kann es immer wieder zu Situationen mit gefühlter Ohnmacht und Kontrollverlust kommen, z.B. destruktiven Handlungsweisen (Selbstverletzendes Verhalten, vermehrter Alkoholkonsum etc.), sozialem Rückzug und Impulsivität. Der Umgang mit den eigenen Gefühlen und die Anwendung nützlicher Strategien kann jedoch erlernt werden.
In dem Workshop wird ein transdiagnostisches Behandlungskonzept vorgestellt, das auf die Verbesserung von Emotionsregulationsfähigkeiten abzielt: Das Gruppentherapieprogramm „Skills-Training der Affektregulation – Ein kultursensibler Ansatz: STARK“. Das Programm wurde von erfahrenen Psychotherapeut*innen von Refugio München speziell für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund entwickelt und wird von diesen in der Fortbildung auch vorstellt. In Kooperation mit der LMU München wurde die Wirksamkeit des Programms anhand einer randomisiert kontrollierten Studie nachgewiesen. Das STARK-Manual enthält umfassende, anschaulich aufbereitete Hintergrundinformationen, ausführliche Anleitungen zu allen Schritten des Trainings sowie eine Vielzahl von Arbeitsblättern und weiterer Ressourcen, die es Therapeut*innen wie Klient*innen erleichtern die Inhalte flexibel einzusetzen. Das Manual ist für das Gruppensetting konzipiert. Einzelne Module können aber auch im Einzelsetting (Therapie oder Beratung) realisiert werden.
Ziel des Workshops ist es, zum einen für die Thematik der Emotionsregulation zu sensibilisieren und zum anderen erste Handlungsideen für den Beratungs- und Therapiealltag kennenzulernen.

Do 10:00 - 13:30
25 max

Psychotherapeutische Behandlung traumatisierter Geflüchteter

Tanja Waiblinger, Maria Prochazkova

In diesem dreistündigen Workshop wird gezielt auf die diagnostische und traumatherapeutische Herausforderung in der Versorgung von schwer traumatisierten Geflüchteten, Folter- und Kriegsüberlebenden eingegangen, da langanhaltende Therapieeffekte nur unter durchgehender Mitberücksichtigung der aktuellen Kontextbedingungen, im Besonderen der aufenthaltsrechtlichen Situation erzielt werden können. Allzu häufig wird in der Arbeit mit Geflüchteten ein traumatherapeutisches Vorgehen aus dem psychosozialen Helfernetzwerk gefordert, ohne zu berücksichtigen, dass hierfür bestimmte Grundvoraussetzungen gegeben sein müssen.
Das Zentrum Überleben versucht dieser Aufgabe durch ein intensives Clearing- und Screeningverfahren gerecht zu werden, um den Anfragenden ein bestmögliches Hilfs- und/oder Behandlungsangebot machen zu können.
Im Workshop wird dies praktisch anhand des Best-Practice-Ansatzes der ambulanten Abteilung des Zentrum Überleben (ehemals Behandlungszentrum für Folteropfer, Berlin) veranschaulicht- und an einer Fallvignette mit Hilfe von Rollenspielen und Kleingruppenarbeit weiter vertieft werden.
Das therapeutische Vorgehen im Zentrum Überleben folgt dabei einem eklektischen Ansatz, d.h. es wird in diesem Workshop kein manualisiertes Vorgehen präsentiert werden. Vielmehr stellen wir einzelfall- und symptombezogene Interventionen aus unterschiedlichen therapeutischen Schulen (mehrheitlich aus der KVT) vor. Dabei werden vor allem die klinisch relevanten posttraumatischen Beschwerden vor dem Hintergrund anhaltender psychosozialer Stressbelastung berücksichtigt.
Soweit es zeitlich möglich ist werden wir unterschiedliche traumafokussierte Therapieansätze (NET, IRRT) und deren Anwendbarkeit in der Arbeit mit Geflüchteten andiskutieren.

Do 10:00 - 13:30
25 max

Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen im Sozialen Entschädigungsrecht und der gesetzlichen Unfallversicherung – Gutachtenstandards der DeGPT

Doris Denis, Ferdinand Haenel

Häufig ist festzustellen, dass klinische GutachterInnen in der Kausalitätsbeurteilung psychisch reaktiver Traumafolgen oft zu extrem gegensätzlichen Ergebnissen gelangen. Neben symptombedingter Behinderung der Exploration und besonderen Beziehungsaspekten, die die Objektivität der gutachterlichen Beurteilung beeinträchtigen können, sind es eine Vielzahl möglicher komorbider Störungen, die psychisch reaktive Traumafolgen überlagern und so zu Fehlbeurteilungen bei der Begutachtung führen können. Eine schädigungsunabhängige psychische Vorerkrankung macht die Beurteilung vollends schwierig.
Aus diesem Grund hat die DeGPT vor 2 Jahren ein zertifiziertes Fortbildungscurriculum verabschiedet, welches psychologische und ärztliche FachkollegInnen in die Lage versetzen soll, klinische Gutachten zu psychisch reaktiven Traumafolgen und ihrer Genese in sozialrechtlichen Verfahren fachkompetent zu erstellen. Die von der DeGPT entwickelten
Standards für die schriftliche Gutachtenerstellung sollen dabei eine ausreichend begründete und für Dritte nachvollziehbare Beurteilung garantieren, die in der Praxis nicht immer gegeben ist.
In diesem Workshop sollen die speziellen Probleme anhand von Fallbeispielen (gerne auch mitgebrachte Fälle von TeilnehmerInnen) illustriert, die Standards der DeGPT zur Gutachtenerstellung der DeGPT erläutert und auf Besonderheiten bei der Exploration und Beurteilung hingewiesen werden.

www.degpt.de/curricula/degpt-curriculum-begutachtung.html

Literatur:
Haenel F, Denis D, Freyberger H. Die Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen im Rahmen des OEG. In: Seidler GH, Freyberger HJ, Maercker A. Handbuch der Psychotraumatologie. Stuttgart 2011; S. 735-745
Trauma & Gewalt - Themenheft „Begutachtungspraxis psychisch reaktiver Traumafolgen“, 8.Jg., Heft 2, Mai 2014

Do 10:00 - 13:30

Behandlung und Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit komplexen Traumafolgestörungen nach sequentieller Traumatisierung durch Flucht- und Kriegserfahrungen

Fanja Riedel-Wendt

Hintergrund: In der Ambulanten Abteilung für Kinder und Jugendliche des Zentrums Überleben werden in einem multiprofessionellen Team, bestehend aus Fachärzt*innen, Psychotherapeut*innen und Sozialarbeiter*innen, Kinder und Jugendliche ambulant versorgt. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 21 Jahren, die in der Folge massiver Gewalterfahrungen im Kontext von Krieg und Flucht komplexe Traumafolgestörungen entwickelt haben.
Ziel des Workshops ist es, ein Verständnis für die Lebensumwelt von Kindern und Jugendlichen vor dem Hintergrund sequentieller Traumatisierung durch Krieg-, Flucht- und Migrationserfahrungen zu entwickeln. In diesem Zusammenhang sollen die Herausforderungen einer psychotherapeutischen Behandlung während eines laufenden Asylverfahrens näher beleuchtet werden. Mithilfe von Fallbeispielen und praktischen Übungen soll den Teilnehmerinnern und Teilnehmern zudem ein Einblick in die sprachmittlergestützte Behandlung vermittelt werden. Unterschiedliche traumafokussierte Behandlungsansätze sollen hierbei kurz vorgestellt und in Bezug auf die Umsetzbarkeit vor dem Hintergrund der genannten therapeutischen Herausforderungen diskutiert werden.

Do 10:00 - 13:30
25 max

14:00 - 17:30 Preconference-Workshops II

Psychotherapie und Diagnostik bei anhaltender Trauerstörung

Birgit Wagner

Im ICD-11 wurde die anhaltende Trauer als eigenständiges Krankheitsbild aufgenommen, welches sich von der Depression, posttraumatischen Belastungsstörung oder Anpassungsstörung unterscheidet.
Dennoch stellen sich eine Reihe von offenen Fragen in Bezug auf die anhaltende Trauerstörung als klinische Diagnose. Ab wann ist Trauer eine psychische Erkrankung? Inwieweit unterscheiden sich normale Trauerverläufe von pathologischen Trauerverläufen? Im ersten Teil des Workshops wird eine Einführung in die anhaltende Trauerstörung als diagnostisches Kriterium und Besonderheiten von spezifischen Trauergruppen (z.B. trauernde Eltern, Angehörige nach einem Suizid, trauernde Geschwister) gegeben. Im zweiten Teil werden spezifische therapeutische Methoden der Behandlung der anhaltenden Trauerstörung anhand von Fallbeispielen vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt hierbei bei den bindungsorientierten Methoden, wie beispielsweise Imagery Rescripting und die Stuhlarbeit (z.B. leere Stuhl-Übung). Ebenso soll auf die Psychotherapie von Hinterbliebenen nach einem Suizid eingegangen werden mit einem Fokus auf Schuldgefühlen, Umgang mit Stigmatisierung und Schamerleben. Mithilfe von Rollenspielen, Videos und Arbeitsmaterialien werden die therapeutischen Techniken exemplarisch vorgestellt.

Do 14:00 - 17:30
25 max

Behandlung der Komplexen PTBS: Das Therapieprogramm „STAIR/NT“

Ingo Schäfer, Janine Borowski

Personen, die in ihrer Kindheit sexuellen Missbrauch oder Misshandlung erlebt haben, leiden oft nicht nur unter Symptomen der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), sondern auch unter weiteren Beeinträchtigungen, etwa einer eingeschränkten Affektregulation, Schwierigkeiten in interpersonellen Beziehungen und einem negativen Selbstbild. Obwohl gerade diese zusätzlichen Symptombereiche, die inzwischen als typische Beschwerden im Rahmen einer „Komplexen PTBS“ interpretiert werden, maßgeblich zu den Alltagseinschränkungen Betroffener beitragen, werden sie in den existierenden Ansätzen zur Behandlung der PTBS nur selten systematisch berücksichtigt. Bei „STAIR/Narrative Therapie“ handelt es sich um einen solchen Behandlungsansatz, der zusätzlich zur Reduktion der PTBS-Symptomatik eine flexible Behandlung von Defiziten der Emotionsregulation und der interpersonellen Kompetenzen bei traumatisierten Personen erlaubt. Das Therapieprogramm stützt sich auf die langjährige klinische Erfahrung und verschiedene Forschungsarbeiten der Autorinnen (Cloitre et al. 2013) und integriert in einem phasenorientierten Vorgehen wirksame Interventionen zur Behandlung komplexer Traumafolgestörungen. Im Workshop wird eine Einführung in das Therapieprogramm gegeben, auf den individualisierten Einsatz von STAIR/NT sowie auf seinen Einsatz im Einzel- wie im Gruppensetting eingegangen.

Literatur:
Cloitre M, Cohen LR, Koenen KC (2013) Sexueller Missbrauch und Misshandlung in der Kindheit. Ein Therapieprogramm zur Behandlung komplexer Traumafolgen. Göttingen: Hogrefe-Verlag.

Do 14:00 - 17:30
35 max

Therapiekonzept bei DIS nach organisierter Ritueller Gewalt

Claudia Maria Fliß

Vorgestellt wird ein Therapiekonzept mit verschiedenen Bausteinen, die in dieser, aber auch in einer veränderten Reihenfolge Bestandteil einer erfolgreichen Traumatherapie mit Betroffenen von organisierter Ritueller Gewalt sein können. Die vorgeschlagenen Bausteine enthalten eine Diagnostik inklusive unspezifischer Symptome, die Klärung des Therapieauftrags, den Kontaktaufbau mit einem aus vielen Persönlichkeiten bestehenden Gegenübers sowie wesentliche Elemente eines Therapieprozesses. Methodisch wird „ins System der Persönlichkeiten hinein“ gearbeitet, bisherige Erkenntnisse aus dem Therapieprozess werden fortlaufend gesammelt und geprüft, die Frage nach fortbestehendem Täterkontakt begleitet den therapeutischen Prozess regelmäßig wiederkehrend. Typische Programme sowie eine Methode zur Deprogrammierung werden vorgestellt. Ein therapeutischer Umgang mit der üblicherweise grundlegend erfolgten und durchgängig wirkenden sexuellen Konditionierung im Zusammenhang mit Ritualen und mit dem Menschenhandel wird vorgeschlagen. Die kaum bis gar nicht bewussten Effekte der lebenslang erfolgten Mind Control werden herausgearbeitet. Eine zunehmende Abwendung von den meistens noch lange andauernden Täterkontakten wird erarbeitet und ein Plan für den endgültigen Ausstieg erstellt. Ein tiefgreifender Trauerprozess und eine Neuorientierung bilden das Ende des therapeutischen Prozesses. Das Ziel ist: endlich frei und lebend! 

Do 14:00 - 17:30

Kinder mit sexualisierten Gewalterfahrungen stabilisieren

Julia Gebrande

Immer wieder werden Fälle von sexualisierter Gewalt an Kindern bekannt. Aber was bedeutet das in der Folge für die betroffenen Kinder? Häufig führen sexuelle Missbrauchserfahrungen zu kurz- und langfristigen Problemen und können traumatisierend wirken. Betroffene Kinder brauchen daher eine wirksame Unterstützung zur Stabilisierung. Dabei gerät neben therapeutischen Aspekten vor allem der Alltag in den Blick. Wenn Sie mit Kindern arbeiten und sich in Bezug auf die Thematik „Sexueller Missbrauch“ manchmal unsicher fühlen, dann haben Sie in diesem Workshop die Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und verschiedene leichte und spielerische Herangehensweisen an dieses schwere Thema kennenzulernen. Was benötigen Sie an Wissen, Kompetenzen und Handlungsfertigkeiten, um Kindern nach Aufdeckung eines sexuellen Missbrauchs helfend zur Seite zu stehen und bei ihnen durch Interventionen im Alltag zur Aktivierung von Selbstheilungskräften und günstigen Verarbeitungsstrategien beizutragen? In diesem Workshop mit kurzen Theorieinputs, praktischen Übungen sowie der Vorstellung von Materialien für die Stabilisierung von Kindern, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, werden diese Fragen aufgegriffen und Ihnen praktische Antworten, Ideen und Anregungen für den pädagogischen Alltag präsentiert, wie Kinder mit sexualisierten Gewalterfahrungen Unterstützung erhalten und professionelle Bezugspersonen an Handlungssicherheit gewinnen können.

Do 14:00 - 17:30
15 max

Dialektisch-Behaviorale Therapie der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (DBT-PTBS)

Kathlen Priebe

Die DBT-PTBS wurde als ein störungsspezifisches multimodulares Behandlungskonzept für Patientinnen und Patienten mit komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung nach sexualisierter oder körperlicher Gewalterfahrung in der Kindheit entwickelt. Behandlungsalgorithmen geben vor, welche Interventionen bei welcher Symptomatik zu welchem Zeitpunkt eingesetzt werden sollten. Die DBT-PTBS integriert Komponenten der Dialektisch Behavioralen Therapie und der traumafokussierenden kognitiven Verhaltenstherapie sowie der Acceptance und Commitment Therapie und der Compassion Focused Therapy. Neben der Veränderung von Kognitionen und Emotionen fördert die DBT-PTBS die kognitive Distanzierung und Akzeptanz von Kognitionen und Emotionen sowie das Handeln trotz störender Kognitionen und Emotionen.
Die Wirksamkeit konnten in zwei randomisiert-kontrollieren Studien im stationären und ambulanten Bereich nachgewiesen werden: Beide Studien zeigten hohe Akzeptanz, Sicherheit und große Effektstärken. Dies ist insbesondere erwähnenswert, da in diesen Studien auch Patientinnen mit schweren dissoziativen Symptomen, chronischer Suizidalität und selbstverletzendem Verhalten eingeschlossen – und erfolgreich behandelt werden konnten.
Im Workshop werden das Behandlungsprogramm sowie die wichtigsten Behandlungsmethoden im Überblick vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der Besonderheiten der  Patientengruppe sowie der Bearbeitung selbstwertbezogener Kognitionen und Emotionen. Darüber hinaus wird das Vorgehen der Skills-unterstützten Exposition gegenüber den primären, also während der Traumatisierung erlebten Emotionen, und deren Relativierung im gegenwärtigen Kontext vorgestellt.

Do 14:00 - 17:30
21 max

Traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie für Kinder, Jugendliche und ihre Bezugspersonen: Blick in die Praxis

Johanna Unterhitzenberger

Die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (TF-KVT) gilt als wirksames Therapieverfahren für Kinder und Jugendliche mit Posttraumatischer Belastungsstörung. Sie zeichnet sich durch eine flexible Anwendbarkeit vom Vorschul- bis zum jungen Erwachsenenalter und insbesondere durch die enge Einbindung von Eltern oder anderen Bezugspersonen aus.  In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden zentrale Komponenten der TF-KVT näher kennen, welche eine wichtige Rolle für die Interaktion von Kind und Bezugsperson spielen: Psychoedukation zu Missbrauchserfahrungen und Fördern der Erziehungskompetenzen, Entwickeln eines Traumanarrativs (in sensu Exposition) und gemeinsame Kind-Bezugspersonen-Sitzungen. Anhand von Videos und Fallbeispielen soll ein praxisorientierter Einblick in das Behandlungsmodell ermöglicht werden.

Do 14:00 - 17:30
20 max

18:00 - 20:00 Eröffnung der Tagung

Eröffnung der Tagung

Dr. Nadine Stammel
Zentrum ÜBERLEBEN gemeinnützige GmbH

Dr. Maria Böttche
Zentrum ÜBERLEBEN gemeinnützige GmbH

Dr. Jochen Binder
Integrierte Psychiatrie Winterthur Zürcher Unterland ipw

Prof. Dr. Birgit Kleim
Universität Zürich

Do 18:00 - 20:00

Öffentlicher Abendvortrag: Einmal radikal, immer radikal?

Claudia Dantschke

Wir freuen uns, dass wir Claudia Dantschke für den öffentlichen Vortrag gewinnen konnten. Sie ist Journalistin, Publizistin und leitet die Initiative HAYAT-Deutschland, ihre Themenschwerpunkte sind Migration, Islam und Islamismus.

Einmal radikal, immer radikal?

Was macht extremistische Ideologien attraktiv und gibt es auch einen Weg zurück in die demokratische Gemeinschaft? Erörterungen am Beispiel politisch salafistischer und jihadistischer Radikalisierung.

Im Anschluss an den Vortrag laden wir Sie herzlich zu einem Get-together ein.

Do 18:00 - 20:00

Freitag 14 Feb 2020

9:00 - 10:30 Vorträge

The reemergence of trauma in aging U.S. military combat veterans: Engaging with the past

Eve Davison

For the past twenty years, our research group has been examining the reemergence of trauma in aging combat veterans of the United States military. Our original notion of late-onset stress symptomatology (LOSS) characterized the later-life emergence of stress symptoms related to early-life warzone trauma among aging veterans who served in combat decades earlier. We hypothesized that normative developmental challenges of later life (e.g., retirement, bereavement) might lead to increased reminiscence, and possibly distress, among some veterans who had previously dealt successfully with earlier traumatic events. Subsequent focus group research supported the construct of LOSS. We then developed and validated a scale to assess LOSS. Next, we developed and validated a short form of this scale for use in primary care settings and epidemiological research. We also developed a psycho-educational group intervention to assist veterans in processing combat-related reminiscences with a focus on enhancing possible positive outcomes. A recent reconceptualization of LOSS better reflects our work to incorporate more contemporary perspectives on posttraumatic growth and resilience: We have broadened our original notion and now conceive of it as later-adulthood trauma reengagement, or LATR. Our revised model suggests that in later life, many combat veterans confront and rework their wartime memories in an effort to find meaning and build coherence. Through reminiscence, life review, and wrestling with issues such as integrity versus despair, they intentionally reengage with experiences they avoided or managed successfully earlier in life. We believe that for many veterans, this reengagement may have positive outcomes, leading to personal growth, but for others, the outcome may be negative, leading to increased symptomatology. The implications of the evolution from LOSS, the outcome, to LATR, the process, will be discussed.

Fr 9:00 - 10:30

Traumatische Erfahrungen und ihre Folgen – eine Lebensspannenperspektive

Heide Glaesmer

Traumatische Erfahrungen in Kindheit und Jugend und über die gesamte Lebenspanne haben vielfältige, komplexe und oft langfristige Folgen, die über Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit weit hinausgehen. Es steht heute außer Frage, dass neben klassischen Traumafolgestörungen und weiteren psychischen Störungen als Folge von Traumatisierungen auch körperliche Erkrankungen gehäuft auftreten. Es mehren sich zudem Hinweise, dass Prävalenz und Inzidenz dementieller Veränderungen bei traumatisierten Personen erhöht sind und beschleunigte Alterungsprozesse in Betracht gezogen werden müssen. Neben den gesundheitlichen Folgen sind auch andere Konsequenzen zu berücksichtigen: Traumatische Erfahrungen können die Selbst- und Weltsicht verändern – im positiven wie im negativen Sinne. Gerade den positiven Veränderungen wir noch zu wenig Beachtung geschenkt, obwohl es aus heutiger Perspektive sinnvoll erscheint, sich die Folgen traumatischer Erfahrungen als dualen Prozess vorzustellen, der (positives) Wachstum und (negative) Belastungen gleichermaßen umfasst.
Im Vortrag wird ein Überblick über Konzepte und empirische Befunde zu den Folgen traumatischer Erfahrungen aus einer Lebensspannenperspektive gegeben. Die Befunde zu den Langzeitfolgen der Traumatisierungen während des Zweiten Weltkrieges werden dazu exemplarisch dargestellt und diskutiert.

Fr 9:00 - 10:30

11:00 - 12:30 Symposien 1

Psychopathologie und Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung nach interpersoneller Gewalt in der Kindheit

Meike Müller-Engelmann, Kathlen Priebe

Effektivität der Dialektisch-Behavioralen Therapie für für Posttraumatische Belastungsstörung und der Cognitive Processing Therapy bei Patientinnen mit PTBS nach interpersoneller Gewalt in der Kindheit
Kathlen Priebe, Nikolaus Kleindienst, Christopher Hahn, Meike Müller-Engelmann, Petra Ludäscher, Regina Steil, Thomas Fydrich, Christine Kuehner, Patricia Resick, Christian Stiglmayr, Christian Schmahl, Martin Bohus

Dysfunktionale Kognitionen bei Frauen mit PTBS nach interpersoneller Gewalt in der Kindheit: Eine Analyse von Stuck Point-Listen
Meike Müller-Engelmann, Nikolaus Kleindienst, Kathlen Priebe, Martin Bohus, Thomas Fydrich, Regina Steil

Erklärt stressinduzierte Dissoziation die Entwicklung nach einem Trauma?
Philip Santangelo, Franziska Friedmann, Kathlen Priebe, Meike Müller-Engelmann, Regina Steil, Nikolaus Kleindienst, Martin Bohus, Ulrich Ebner-Priemer

Normalisierung von behavioralen und neuronalen Auffälligkeiten durch Psychotherapie bei der Posttraumatischen Belastungsstörung
Julia Herzog, Inga Niedtfeld, Kathlen Priebe, Meike Müller-Engelmann, Regina Steil, Martin Bohus, Christian Schmahl

Fr 11:00 - 12:30

Entfremdungserleben sichtbar machen - Auf der Suche nach psychophysiologischen und neurobiologischen Markern posttraumatischer Dissoziation

Julia Schellong, Judith Daniels

Veränderung psychophysiologischer und sensorischer Parameter unter experimentell induzierter Dissoziation
Sarah Beutler, Julia Schellong, Ilona Croy, Judith Daniels

Die Rolle von Selbstmitgefühl und Erlebensvermeidung für die Aversivität der Selbstwahrnehmung bei Patienten mit dissoziativen Störungen
Eva Schäflein, H. Sattel, M. Sack

Das Gehirnnetzwerk von Körperbewusstsein – Eine experimentelle Studie zur Erforschung neuronaler Marker der Dissoziation
Yoki Mertens, Judith Daniels, A. Aleman

Weiße Blutzellen als Vermittler zwischen traumatischen Ereignissen und erhöhter Krankheitsvulnerabilität im Längsschnitt
Marlene Penz, Julia Schellong, Ilona Croy, M.K. Wekenborg, R. Miller, C. Kirschbaum

 

Fr 11:00 - 12:30

EMDR in Forschung und Praxis

Arne Hofmann

Physiologische Effekte der bilateralen Stimulation bei Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung und Gesunden: Ergebnisse zu differentiellen Unterschieden und zur zeitlichen Stabilität
Valeska Reichel, Markus Stingl

Zum Stand der Folgen sozialer Traumatisierung: Übersehen in der Diagnostik, zu spät behandelt, unzureichende Responderquote bei KVT und PDP. Ergebnisse des Reviews von EMDR Studien
Anna-Konstantina Richter, Franziska Beham, Ferdinand Horst, André Maurício Monteiro, Günter H. Seidler

G-TEP: Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) als Gruppenintervention bei Patienten mit Traumafolgestörungen
Markus Stingl, Maren Sonntag, Christoph Mulert, Bernd Hanewald

 

Fr 11:00 - 12:30

Traumatisierte Flüchtlinge - Psychische Gesundheit und Herausforderungen In der Versorgung

Katrin Schock, Doreen Seefeldt

Die Rolle von psychosozialer Beratung und Psychotherapie für Teilhabe von Geflüchteten an der Aufnahmegesellschaft – und andersherum
Henriette Hermühlen

Bewegungs- und Entspannungstraining in Verbindung mit Psychoedukation zur Überbrückung der Wartezeiten in der psychotherapeutischen Behandlung von jungen Geflüchteten
Doreen Seefeldt

Therapie in der Schwebe: Interaktion von unsicherem Aufenthaltsstatus und Traumatherapie mit Geflüchteten
Florian Harder

 

Fr 11:00 - 12:30

Ankommen in der Fremdunterbringung – Vom kritischen Lebensereignis zum akzeptierten neuen Lebensmittelpunkt

Miriam Rassenhofer, Elisa Pfeiffer

Fremdunterbringung als kritisches Lebensereignis für Kinder und Jugendliche
Miriam Rassenhofer, Steffen Läntzsch, Andreas Witt, Elisa Pfeiffer, Jörg Fegert

EQUALS@WeAskYou
Nils Jenkel

Potentielle Inhalte und Akzeptanz einer Gruppenintervention zur Auseinandersetzung mit der eigenen Fremdunterbringung bei Kindern und Jugendlichen
Steffen Läntzsch, Andreas Witt, Elisa Pfeiffer, Miriam Rassenhofer, Jörg Fegert

Vorstellung der Intervention „Ankommen“ mit Erfahrungen aus ersten Gruppensitzungen
Elisa Pfeiffer, Steffen Läntzsch, Miriam Rassenhofer, Andreas Witt, Jörg Fegert

Fr 11:00 - 12:30

Neues aus der AG Akutpsychotraumatologie – Frühinterventionen nach akuter Traumatisierung

Peter Schüßler

Frühinterventionen nach akuter Traumatisierung – State of the Art
Jürgen Bengel

Diagnostik von akuten Folgen psychischer Traumatisierung gemäß neuer S2k-Leitlinie
Birgit Albs

Therapeutische Interventionen bei akuten Folgen psychischer Traumatisierung
Gerorgia Fuchs

 

Fr 11:00 - 12:30

Psychosoziale und psychotherapeutische Beratung von Stalking-Betroffenen

Olga Siepelmeyer

Schematherapeutische und andere psychotherapeutische Strategien in der Beratung und Behandlung von Stalkingopfern
Kristina Lühr

Psychoedukation und Stabilisierung in Arbeit mit Stalking-Betroffenen
Eva Schumann

Evaluation der Beratung für Stalking-Betroffene in der Beratungsstelle „Stop-Stalking“, Berlin
Wolf Ortiz-Müller

Stalking am Arbeitsplatz - Sensibilisierung, Prävention und kompetente Hilfestellung im betrieblichen Kontext
Kristina Lühr, Julia Dobberstein, Cornelia Tietze

Fr 11:00 - 12:30

Bundeswehrangehörige, Kombattant*innen und Rettungsdienstmitarbeitende: Interventionsansätze & Risikofaktoren

Alexander Behnke

Darbietung virtueller Naturumgebungen zur Reduzierung der subjektiven Belastung und des intrusiven Wiedererlebens nach traumakonfrontativer Behandlung bei Patienten mit PTBS
Johannes Müller, Thiemo Knaust, Helge Höllmer

Psychoedukative Gruppentherapie bei PTBS – Ein Erfahrungsbericht aus dem Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
Johannes Müller

Die Wirksamkeit von Narrativer Expositionstherapie in Bezug auf Traumasymptomatik und aggressives Verhalten – ein Geschlechtervergleich bei Exkombattanten in Burundi
Jennifer Spohrs, Corinna Nandi, Thomas Elbert, Roland Weierstall-Pust, Manassé Bambonye, Anselm Crombach

Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung in der Kindheit als Risikofaktor für die Entwicklung psychischer und körperlicher Belastungssymptome im Rettungsdienst
Alexander Behnke, Iris-Tatjana Kolassa, Roberto Rojas

Fr 11:00 - 12:30

13:30 - 14:15 Preisverleihung und Preisvorträge

Keine Workshops in dieser Sitzung.

14:30 - 16:00 Symposien 2

Sexualisierte Gewalt im Kontext von Krieg und Flucht

Heide Glaesmer, Yuriy Nesterko

Erfahrungen mit sexueller Gewalt bei neuankommenden Geflüchteten
Yuriy Nesterko

Langzeitfolgen sexualisierter Kriegsgewalt gegen Frauen im Bosnienkrieg
Heide Glaesmer, Amra Delic

Sexuelle Gewalterfahrungen unbegleiteter junger Geflüchteter
Susan Sierau

Erfahrungen mit sexueller Gewalt und psychische Gesundheit bei Geflüchteten mit LGBTIQ-Hintergrund
Dang Phuong Anh

Fr 14:30 - 16:00

PTBS Symptomnetzwerke und Behandlung von Traumafolgestörungen im Kindes- und Jugendalter

Elisa Pfeiffer

Akute Stresssymptome bei Klein- und Vorschulkindern: Eine Netzwerkanalyse
Lasse Bartels, Markus Landolt

Dysfunktionale posttraumatische Kognitionen, posttraumatischer Stress und Depression bei Kindern und Jugendlichen nach traumatischen Ereignissen: Eine Netzwerkanalyse
Anke de Haan, Markus Landolt, Eiko Fried, Kristian Kleinke, Eva Alisic, Richard Bryant, Karen Salmon, Sue-Huei Chen, Shu-Tsen Liu, Tim Dalgleish, Anna McKinnon, Alice Alberici, Jade Claxton, Julia Diehle, Ramon Lindauer, Carlijn de Roos, Sarah Halligan, Rachel Hiller, Christian Kristensen, Richard Meiser-Stedman, et al.

Der Einfluss von Therapeutenfaktoren auf den Behandlungsverlauf von Trauma-fokussierter kognitiver Verhaltenstherapie bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen: Ergebnisse zweier RCTs
Elisa Pfeiffer, Silje Ormhaug, Tonje Holt, Rita Rosner, Dunja Tutus, Cedric Sachser, Lutz Goldbeck, Tine Jensen

Behandlungsverläufe und mögliche Prädiktoren für den Behandlungserfolg von Trauma-fokussierter kognitiver Verhaltenstherapie (TF-KVT) bei Kindern und Jugendlichen mit PTBS
Marie Lindebø Knutsen, Cedric Sachser, Tonje Holt, Lutz Goldbeck, Tine Jensen

Fr 14:30 - 16:00

Diagnose und Behandlung der anhaltenden Trauerstörung

Hannah Comteße, Franziska Lechner-Meichsner

Welche Einstellung haben niedergelassene PsychotherapeutInnen und ärztliche KollegInnen zur Diagnose und Behandlung der Anhaltenden Trauerstörung?
Octavia Harrison, Regina Steil

Kulturspezifische Annahmen zur Entstehung und Aufrechterhaltung der anhaltenden Trauerstörung
Franziska Lechner-Meichsner, Hannah Comteße

Vergleich von Klassifikationsansätzen für die anhaltende Trauerstörung in einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe
Hannah Comteße, Anna Vogel, Bettina Doering, Rita Rosner

Die Present Centered Therapy bei anhaltender Trauerstörung: Erste Ergebnisse einer Behandlungsstudie
Anna Vogel, Hannah Comteße, Rita Rosner

Fr 14:30 - 16:00

Traumatisierte Geflüchtete: Risikofaktoren und Versorgungsaspekte

Matthias Knefel

Auf dem Weg zum Asylstatus – Traumatische Erfahrungen, Flucht- und Asylverfahrensmerkmale und psychische Gesundheit bei afghanischen Geflüchteten
Lucia Verginer, Matthias Knefel, Jennifer Schieß-Jokanovic, Brigitte Lueger-Schuster

Die Beziehung zwischen Traumata, Postmigrationsstressoren und komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung bei afghanischen Geflüchteten
Jennifer Schieß-Jokanovic, Matthias Knefel, Lucia Verginer, Brigitte Lueger-Schuster

Das tägliche Wohlbefinden junger Flüchtlinge in Abhängigkeit ihrer klinischen Symptomatik
Katharina Goßmann, Lauritz Müller, Rita Rosner, Johanna Unterhitzenberger, Regina Schmid

Psychische Belastung bei Sprachmittler*innen in der Arbeit mit geflüchteten Menschen: Ergebnisse einer bundesweiten Online-Befragung
Angelika Geiling, Maria Böttche, Christine Knaevelsrud, Nadine Stammel

 

 

Fr 14:30 - 16:00

Behandlung der PTBS bei Patienten mit komorbiden Substanzstörungen – Effektivität traumatherapeutischer Ansätze und Faktoren mit Einfluss auf den Therapieerfolg

Ingo Schäfer, Annett Lotzin

Wirksamkeit einer Behandlung der PTBS bei komorbider Suchterkrankung – eine Metaanalyse
Julienne Haas, Ramona Meister, Birgit Kleim, Thomas Ehring, Ingo Schäfer, Annett Lotzin

Wirksamkeit von EMDR bei Patienten mit Suchterkrankung und komorbider Posttraumatischer Belastungsstörung – Eine randomisierte kontrollierte Studie
Annett Lotzin, Laycen Chuey-Ferrer, Arne Hofmann, Peter Liebermann, Günter Mainusch, Ingo Schäfer

Ist Risikowahrnehmung ein bedeutsamer Prädiktor für Therapieerfolg bei traumatisierten alkoholabhängigen Patienten während der qualifizierten Entzugsbehandlung? Ergebnisse einer kontrollierten Studie
Alexandra Christian, Anna-Lena Wiesler, Bettina Keller, Fabian Weindorf, Freya Schrietter, Jacqueline Heide, Marie-Theres Guntram, Raffaela Seitz, Simon Rist, Ulrike Schmiedel, Wolfgang Höcker, Norbert Lübke, Michael Odenwald

Emotionsdysregulation als Mediator zwischen frühen Traumatisierungen und Posttraumatischen Belastungsstörungen bei Patientinnen mit substanzbezogenen Störungen
Johanna Kahl, Julia Holl, Johanna Grundmann, Annett Lotzin, Philipp Hiller, Katrin Schroeder, Bernd Schulte, Sven Barnow, Ingo Schäfer

Fr 14:30 - 16:00

Comeback der qualitativen Methoden in der Traumaforschung: Schweizer Beispiele

Andreas Maercker, Manuel Stadtmann

Werkstatt-Symposium

Fr 14:30 - 16:00

Spiel auf der Klaviatur der Lebensspanne im stationären und ambulanten Behandlungssetting

Jochen Binder, Robert McShine

Opa und seine Enkelin in der Traumastation – Beispiele modifizierter therapeutischer Interventionen bei unterschiedlichem Lebensalter
Silvan Weber

Die Pflegebeziehung als Übungsfeld für eine altersgemäße Kommunikation
Dorothee Fretz

Wer bin ich, der ich sein will? – Kunsttherapeutische Perspektive auf die Fragestellung zum Thema Identität aus unterschiedlichen Lebensphasen
Judith Zink

Alterungsprozesse als Leitlinie in der körperorientierten Traumatherapie
Karin Wild

Fr 14:30 - 16:00

Traumaspezifische Angebote in der Therapie von Substanzgebrauchsstörungen und der Stellenwert von Psychopharmaka

Susanne Leiberg, Thomas Lüddeckens

Wirksamkeit von Traumatherapie in der stationären integrierten Sucht- und Traumabehandlung
Thomas Lüddeckens

IRRT (Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy) – Behandlungsprinzipien
Rolf Köster

IRRT in der Therapie von Abhängigkeitserkrankungen (IRRT-ERT)
Martin Fleckenstein

Zum Stellenwert von Psychopharmaka in der Behandlung von Traumafolgestörungen
Niels Bergemann

Fr 14:30 - 16:00

Das Wirken der Vergangenheit in die Gegenwart - Psychische Langzeitauswirkungen bei Holocaustüberlebenden und Tätern/Mitläufern bzw. ihren Nachkommen

Ulrike Pohl, Cristina Budroni

Psychische Spätfolgen von NS-Zeit und Krieg - Konzeptuelle Unterscheidungen
Ulrike Pohl

Der lange Schatten der 1940er, Teil 1 – Behandlung und Betreuung von Holocaust-Überlebenden und ihren Angehörigen in Wien
Klaus Mihacek

Der lange Schatten der 1940er, Teil 2 – Multiprofessionelle Betreuung jüdischer Familien in Wien durch das ESRA Kinder- und Jugend-Team
Cristina Budroni

Fr 14:30 - 16:00

16:30 - 18:00 Vorträge

Intrauterine Mechanismen der intergenerationalen Transmission mütterlichen Kindheitstraumas

Claudia Buss

Traumatische Kindheitserfahrungen können nicht nur für die betroffene Person sondern auch für ihre Nachkommen langfristige gesundheitliche Konsequenzen haben. Aktuell ist noch wenig bekannt über die Zeitfenster, Mechanismen und zugrunde liegenden physiologischen Veränderungen, die dem erhöhten Krankheitsrisiko in der nächsten Generation zugrunde liegen. Basierend auf Konzepten der biologischen Einbettung früher Erfahrungen und der fetalen Ursprünge von Krankheit und Gesundheit wird ein Modell präsentiert, wie frühkindliche Traumatisierung über Generationen hinweg weitergebenen werden kann. Es werden des Weiteren empirische Daten vorgestellt, welche darauf hinweisen, dass die Periode der embryonalen und fetalen Entwicklung eine besonders sensitive Entwicklungsperiode für die intergenerationale Transmission mütterlichen Kindheitstraumas darstellt, dass das sich entwickelnde Gehirn ein ganz besonders vulnerables Zielorgan ist und dass stress-sensitive mütterlich-plazentale-fetale biologische (endokrine und immunologische) Pfade eine Rolle  bei der intergenerationalen Transmission spielen können. Diese Forschung ist deshalb sowohl wissenschaftlich als auch klinisch von hoher Relevanz, weil sie darauf abzielt, ein besseres Verständnis zu erlangen des „wann“, „was“ und „wie“ der intergenerationalen Transmission von traumatischen Kindheitserfahrungen mit Implikationen für die frühe Identifizierung, Prävention und Intervention.

Fr 16:30 - 18:00

Kinder mit sexualisierten Gewalterfahrungen stabilisieren – traumapädagogische Impulse für den pädagogischen Alltag

Julia Gebrande

Kinder sind in unserer Gesellschaft häufig sowohl der individuellen Macht ihrer Bezugspersonen als auch der institutionellen Macht der sie betreuenden Einrichtungen ausgesetzt – ihre Situation ist so durch erhöhte Vulnerabilität, Verletzungsoffenheit und Abhängigkeitsverhältnisse gekennzeichnet. Dadurch tragen sie ein hohes Risiko, dass diese Macht (auch) sexualisiert ausgelebt wird und in der Folge traumatisierend wirken kann. Betroffene Kinder brauchen daher eine wirksame Unterstützung zur Stabilisierung. Dabei gerät neben therapeutischen Aspekten auch der Alltag in den Blick. Fachkräfte in Kindertagesstätten, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder auch der Behindertenhilfe sind oft die ersten Ansprechpersonen und sind daher im Laufe ihres Berufslebens immer wieder mit dem spezifischen Hilfebedarf konfrontiert, den Kinder haben, die sexuell missbraucht wurden. Aber nach wie vor fühlen sich pädagogische Fachkräfte häufig unsicher, wie sie Kindern nach Aufdeckung eines sexuellen Missbrauchs helfend zur Seite stehen und bei ihnen durch Interventionen im Alltag zur Aktivierung von Selbstheilungskräften und günstigen Verarbeitungsstrategien beitragen können. Dieser Vortrag stellt die Ergebnisse eines Forschungsprojektes zur Tertiärprävention sexualisierter Gewalt sowie ein bundesweites Modellprojekt (Beraten & Stärken) vor. Vor dem Hintergrund traumapädagogischer Überlegungen soll dargelegt werden, wie Kinder mit sexualisierten Gewalterfahrungen Unterstützung erhalten und professionelle Bezugspersonen an Handlungssicherheit gewinnen können.

Fr 16:30 - 18:00

18:15 - 19:30 DeGPT-Mitgliederversammlung

Keine Workshops in dieser Sitzung.

Samstag 15 Feb 2020

9:00 - 10:30 Vorträge

Psychologische Transmission der Borderline Störung

Babette Renneberg

Wie bei anderen psychischen Störungen auch, gehen Ätiologiemodelle der Borderline Persönlichkeitsstörung von einem bio-psycho-sozialen Bedingungsgefüge aus. Neben genetischen Faktoren spielen soziale und psychische Faktoren eine bedeutsame Rolle für das Entstehen dieser schweren psychischen Störung.  Viele der ätiologischen Faktoren, wie z.B. die genetische Ausstattung sind zunächst nicht beeinflussbar. Ein Faktor, der zur Entstehung der Borderline Störung beiträgt und der veränderbar ist, ist das Erziehungsverhalten der Eltern. Aktuelle Studien zum elterlichen Erziehungsverhalten werden erläutert und in ein umfassendes Transmissionsmodell integriert. Zentral für die Borderline Störung sind Defizite in der Emotionsregulation, daher liegt ein Fokus auf der Transmission der Fähigkeiten zur Emotionsregulation. Implikationen für Forschung und Praxis werden abgeleitet.

Sa 9:00 - 10:30

Biomolekulare Spuren von traumatischem Stress – eine transgenerationale Perspektive

Iris Kolassa

Belastungen durch chronischen, exzessiven und traumatischen Stress kumulieren über die Lebensspanne und erhöhen in einer Dosis-Wirkungsbeziehung das Risiko für psychische und körperliche Erkrankungen. Auf molekularer Ebene führt Stress zu mehr zellulären Schädigungen durch oxidativen Stress und chronische Entzündungsprozesse, die letztlich den bioenergetischen Stoffwechsel der Kraftwerke unserer Zellen, den Mitochondrien, in unserem Körper beeinflussen. Darüber hinaus scheinen Stresserfahrungen im Leben der Mutter intergenerational durch veränderte physiologische Prozesse während der Schwangerschaft auf die nächste Generation weitergegeben zu werden. Im Vortrag werden die Hauptbefunde aus der Ulmer „Meine Kindheit – Deine Kindheit“-Studie vorgestellt. Diese zeigen die biomolekularen Folgen von Missbrauch und Misshandlung in der Kindheit bei werdenden Müttern und ihren Neugeborenen auf und weisen Pfade für das Verständnis von Risiko ebenso wie Resilienz auf.

Sa 9:00 - 10:30

11:00 - 12:30 Symposien 3

Traumatisierung in Institutionen: Risikofaktoren, Folgen und angemessene Unterstützung für Betroffene

Ingo Schäfer, Brigitte Lueger-Schuster

50 Jahre später: Untersuchungen zu den Folgen aversiver und traumatischer Erlebnisse von Verdingkindern und «Administrativ Versorgten» der Schweiz
Andreas Maercker, Myriam Thoma, Shauna McGee, Jan Höltge, Carla Eising, Vivian Pfluger

Institutionelle Gewalt: Missbrauch und Vernachlässigung, kumulative Lebenszeittraumatisierung, psychologische Langzeitkonsequenzen – Ergebnisse der Wiener Heimstudie
Brigitte Lueger-Schuster

Das Unterstützungsleistungsverfahren der evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland – Erfahrungen Betroffener und Implikationen für institutionelle Aufarbeitungsprozesse
Johanna Grundmann, Sascha Milin, Ingo Schäfer

Sa 11:00 - 12:30

Trauma und Sexualität – Warum mehr Forschung wichtig ist

Melanie Büttner, Leonhard Kratzer

Sexuelle PTBS, Risikosexualität und zwanghaftes Sexualverhalten nach Kindheitstraumatisierungen
Melanie Büttner

Wie häufig sind posttraumatische sexuelle Symptome bei Frauen und Männern mit sexuellen Gewalterfahrungen?
Natalja Felde

Sexuelle Symptome bei posttraumatischer Belastungsstörung nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit: Eine Netzwerkanalyse
Leonhard Kratzer

Intergeschlechtlichkeit und Trauma
Franziska Brunner

Sa 11:00 - 12:30

Risikofaktoren und Interventionen bei Kindern und Jugendlichen

Johanna Unterhitzenberger, Rahel Bachem

Trauma-Profile bei fremduntergebrachten Kindern und Jugendlichen: Assoziation mit Psychopathologie und Ressourcen
Katharina Sölva, Alexander Haselgruber, Brigitte Lueger-Schuster

Validierung der PTBS und komplexer PTBS nach ICD-11 bei Kindern und Jugendlichen in Heimunterbringung: Faktorenstruktur und Symptomprofile
Alexander Haselgruber, Katharina Sölva, Brigitte Lueger-Schuster

Unterscheiden sich Kinder mit PTBS nach traumatischem Verlust in Symptomschwere und Therapieerfolg von Kindern nach Gewalterfahrungen? Sekundäranalyse einer randomisiert-kontrollierten Studie
Johanna Unterhitzenberger, Cedric Sachser, Rita Rosner

Intergenerationale Weitergabe von Kriegstrauma: Die Rolle negativer Weltannahmen der Eltern
Rahel Bachem, Johanna Scherf, Yafit Levin, Zahava Solomon

Sa 11:00 - 12:30

Schwangerschaft/Geburt und Gewalt - Wie damit professionell umgehen?

Claudia Schumann, Wolf Lütje, Martina Kruse

Betreuung in der gynäkologischen Praxis
Claudia Schumann

Begleitung durch die Hebamme
Martina Kruse

Gewalt und Gewaltiges unter der Geburt
Wolf Lütje

Sa 11:00 - 12:30

Komplexe PTBS, Borderline Persönlichkeitsstörung und dissoziative Störungen im klinischen Alltag: Wie erkennen, wie intervenieren?

Ursula Gast, Ute Bluhm-Dietsche

Dissoziationsmuster in einer klinischen Stichprobe - Welche Relevanz haben Geschlecht und Diagnose?
Gustav Wirtz, Ulrich Frommberger

Traumaart, Dissoziation und Borderline Symptome
Stefan Tschöke

Dos and Don'ts in der therapeutischen Beziehung bei komplexer PTBS, Borderline Persönlichkeitsstörungen und dissoziativen Störungen
Ursula Gast, Astrid Lampe

Neuere Ansätze bei der pharmakologischen Behandlung von K-PTBS und Dissoziation
Wiebke Pape

Sa 11:00 - 12:30

Methodenintegrierende stationäre Traumatherapie im Psychosomatischen Zentrum Waldviertel Klinik Eggenburg

Friedrich Riffer

Stationäre Traumatherapie im Psychosomatischen Zentrum Waldviertel Klinik Eggenburg – Das Konzept
Maria Truffer Summhammer

"Ab 17 Uhr kommt die Todesangst!“ – Stationäre Therapie einer Patientin mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung, dissoziativer Störung und kombinierter Persönlichkeitsstörung
Andrea Schulten

„Ich bin nie wütend!“ – Kunsttherapie mit einer Patientin im Rahmen ihrer stationären Traumatherapie
Elizabeth McGlynn

Kindheitstrauma und „verdeckte“ Borderline Persönlichkeitsstörungssymptomatik bei Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung
Manuel Sprung, Hannah Münch, Elmar Kaiser, Lore Streibl, Friedrich Riffer

Sa 11:00 - 12:30

Der Einbezug von Körper, Feedback und Imagination im therapeutischen Prozess

Matthias Knefel

Erinnerungspflege im Alter durch traumasensibles Yoga
Regina Weiser

Traumasensibles Yoga in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe im Gruppen- und Einzelsetting
Angela Dunemann

Patientenfeedback vs. Therapiemanuale – Wer oder was sagt uns, was eine „gute“ Psychotherapie von Patient*innen mit komplexer Traumafolgestörung ausmacht?
Martina Hahn

Bildbetrachtung als therapeutisches Tool zur Erschließung von religiös-spirituellem Coping/Resilienz in einem gruppenpsychotherapeutischen Angebot für Patientinnen mit sexuellen Gewalterfahrungen
Anne Neddens

Sa 11:00 - 12:30

Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen in Forschung und Praxis: von der Gesundheitsökonomie zur Traumapädagogik

N.N.

Transgenerationale Übertragung der Resilienz: Bedeutung der erlebten politischen Repressionen für die Familie
Danutė Gailienė

Web-basiertes Elternprogramm (WEP-CARE): Hilfe zur Krankheitsbewältigung für Eltern von Kindern mit seltenen chronischen Erkrankungen: Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie
Dunja Tutus, Lutz Goldbeck, Christine Knaevelsrud, Christine Lehmann, Mandy Niemitz, Christa Weiss, Paul Plener

Wie teuer sind posttraumatische Belastungsstörungen? Eine retrospektive Kosten-Verlaufs-Analyse anhand repräsentativer Routinedaten in Deutschland
Tim Bothe, Josephine Jacob, Christoph Kröger, Jochen Walker

Traumapädagogik transkulturell
Bernhild Pfautsch

Sa 11:00 - 12:30

13:15 - 14:00 Postersession

Poster 1-9

Poster 1
Validierung der deutschen Übersetzung des Childhood Attachment Relational Trauma Screen (CARTS) 
Louisa Leuchter, Paul Frewen, Brigitte Lueger-Schuster

Poster 2
Sind Haarcortisolkonzentration und Kindheitstraumatisierung Prädiktoren von Therapieoutcome nach stationärer PTBS Behandlung?
Katrin Veronika Hummel, Julia Schellong, Sebastian Trautmann, Sylvia Kummer, Sabine Hürrig, Michael Klose, Ilona Croy, Kerstin Weidner, Clemens Kirschbaum, Susann Steudte-Schmiedgen

Poster 3
Anzapfen an ihre Kindheit: Kontrolle, Disziplin oder andere Möglichkeiten? Kindheitserinnerungen im familiären Kontext und autobiographische Erzählungen im „aufkommenden Erwachsenenalter“
Mariam Fishere

Poster 4
Auswirkungen des Einbezugs von Bezugspersonen in die psychotherapeutische Behandlung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen: Ein systematisches Review
Katharina Mladek, Katharina Schulte, Hanna Christiansen

Poster 5
Folgen von Missbrauchs-, Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen über die Lebensspanne: Am Beispiel von psychosozialen Risikofaktoren
Melissa Hitzler, Alexandra König, Franziska Köhler-Dauner, Harald Gündel, Ute Ziegenhain, Jörg M. Fegert, Iris-Tatjana Kolassa

Poster 6
Soziale Unterstützung für Mütter mit Misshandlungs-, Missbrauchs- und Vernachlässigungserfahrungen: Schützende Effekte auf Stresserleben und psychische Gesundheit
Melissa Hitzler, Alexander Behnke, Alexandra König, Anja Gumpp, Janin Zimmermann, Harald Gündel, Ute Ziegenhain, Heinz Kindler, Jörg M. Fegert, Iris-Tatjana Kolassa

Poster 7
Vergleich der Behandlungsergebnisse komorbid erkrankter traumatisierter Männer mit Suchtproblematik in männerspezifischen stationären PITT- und DBT- basierten Behandlungsprogrammen
Isabel Englert

Poster 8
Erfahrungen in DDR-Kinderheimen – Bewältigung und Aufarbeitung
Doreen Hoffmann, Maya Böhm, Heide Glaesmer

Poster 9
Vermindertes Volumen linkshemisphärischer grauer Substanz in präfrontalen, okzipitalen und temporalen Regionen als Prädiktor für die Entstehung der Posttraumatischen Belastungsstörung
Jan Christopher Cwik, Nils Vahle, Marcella Lydia Woud, Denise Potthoff, Henrik Kessler, Gudrun Sartory, Rüdiger Jürgen Seitz

Sa 13:15 - 14:00

Poster 10-18

Poster 10
Nutzerzentrierte Entwicklung telemedizinischer Tools zur Unterstützung der Behandlung bei PTBS: Die Patientenperspektive
Patrick Lorenz, Kerstin Weidner, Julia Schellong

Poster 11
PC-PCL-5: Screening nach PTBS – Reichen fünf Fragen?
Janna Marie Heyen, Marlene Penz, Patrick Lorenz, Julia Schellong

Poster 12
Peer-Viktimisierung beeinflusst Aufmerksamkeitsprozesse über die Auswirkungen von Kindesmisshandlung hinaus
Benjamin Iffland, Frank Neuner

Poster 13
Selbstmitgefühl und Selbstwert als Moderatoren des Zusammenhangs zwischen traumatischen Erfahrungen in der Kindheit und aktueller Schwere der Borderline-Symptomatik
Sina Pohl, Carolin Steuwe, Verena Mainz, Martin Driessen, Thomas Beblo

Poster 14
Die Prävalenz von Misshandlungen im Kindes- und Jugendalter bei erwachsenen PatientInnen mit Schizophrenie-Spektrums-Störungen
Angelina Weitkämper, Michael Kellner, Jona R. Iffland, Martin Driessen, Frank Neuner, Benjamin Iffland

Poster 15
Die ICD-11 Anpassungsstörung in der beruflichen psychosomatischen Rehabilitation. Ergebnisse zu Behandlungserfolgen
Alexa Kupferschmitt, Rahel Bachem, Volker Köllner

Poster 16
COCARE – Gemeinde-basierte gestufte Versorgung traumatisierter Asylbewerber [Community-based stepped care for traumatized asylum-seekers]
Jasmin Wittmann, Sarah Wilker, Claudia Catani, Angelina Weitkämper, Telja Schmidt, Melissa Preuße, Frank Neuner

Poster 17
Anpassungsstörungen nach ICD-11 als Folge körperlicher Krankheit – Validität des Adjustmentdisorder-New-Module-20- Fragebogens (ADNM-20) bei kardiologischen Patienten
Gordia Geng, Rahel Bachem, Birgit Wagner, Volker Köllner

Poster 18
Berliner Modellvorhaben zur Versorgung gewaltbetroffener Frauen mit traumatherapeutischem Behandlungsbedarf sowie ihren Kindern: Konzept der Versorgung im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe
Petra Windthorst, Silke Biesenthal-Matthes, Tanja Schneider, Christoph Meinecke, Kirsten Schreiber, Ralph Müller von der Heyden, Michaele Quetz

Sa 13:15 - 14:00

14:15 - 15:45 Symposien 4

Von der Identifikation von Versorgungslücken zu Lösungsansätzen – Neue Wege der Behandlung im Bereich Trauma und Sucht

Verena Ertl, Annett Lotzin

Effectiveness of Psychosocial Interventions targeting hazardous and harmful Alcohol Use in low- and middle-income Countries
Melissa Preuße, Frank Neuner, Verena Ertl

Kulturübergreifende Anpassung und Pilotierung alkoholzentrierter Kurzzeitinterventionen in Gruppen – Entwicklungsprozess und Ergebnisse
Verena Ertl, Anett Pfeiffer-Tumusiime, Melissa Preuße, Gabriele Oettingen

PTSD and other psychiatric problems associated with Khat use in a treatment-seeking student sample in Ethiopia
Mekdem Tesfamichael Hassen, Matiwos Soboka Dabe, Jael Senger, Sabine Luginsland, Michael Odenwald

STARK-SUD – Erste Erfahrungen mit einem kultursensiblen Behandlungsprogramm bei Geflüchteten mit traumatischen Erfahrungen und substanzbezogenen Störungen
Annett Lotzin, Johanna Grundmann, Alexandra Liedl, Theresa Koch, Philipp Hiller, Ingo Schäfer

Sa 14:15 - 15:45

Trauma, Kinderschutz, Schule – Erkennen von und Umgang mit Traumafolgen bei Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe und Schule

Mira Vasileva, Franka Metzner

Komorbides Auftreten von einer PTBS und reaktiver sowie proaktiver Aggression bei Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe
Mira Vasileva

Niedrigschwellige traumafokussierte Interventionen für traumatisierte minderjährige Flüchtlinge in der Jugendhilfe: Die Rolle der Suizidalität
Thorsten Sukale, Miriam Rassenhofer, Veronica Kirsch, Elisa Pfeiffer

Interventionen und Handlungskompetenzen für traumatisierte Kinder und Jugendliche in der Schule – Ergebnisse eines systematischen Reviews und einer bundesweiten LehrerInnenbefragung
Michelle Wichmann, Silke Pawils, Daniel Mays, Franka Metzner

Schulsozialpädagogische Arbeit im Sinne des Kinderschutzes an Schulen in Deutschland
Silke Pawils, Giulia Beatrice, Franka Metzner, Daniel Mays

Sa 14:15 - 15:45

Psychische Gesundheit nach Krieg und Flucht – Innovative Ansätze zur Verbesserung der Versorgungssituation

Sarah Wilker, Claudia Catani

Der Zusammenhang zwischen Aufenthaltsstatus und psychischer Gesundheit - Eine Studie mit Bielefeld zugewiesenen Geflüchteten
Victoria Böttcher, Frank Neuner

Beeinflusst traumatische Belastung den Behandlungserfolg einer gemeindebasierten Expositionstherapie für PTBS?
Anna Schneider, Anett Pfeiffer, Daniela Conrad, Thomas Elbert, Iris-Tatjana Kolassa, Sarah Wilker

Evaluation einer Ausbildung von interkulturellen Therapie-AssistentInnen
Telja Schmidt, Sarah Wilker, Claudia Catani, Angelina Weitkämper, Jasmin Wittmann, Melissa Preuße, Frank Neuner

Einstellungsänderungen von TherapeutInnen gegenüber der Behandlung von traumatisierten Geflüchteten durch e-Learning
Angelina Weitkämper, Laura Saupe, Klara Blauth, Frank Neuner

Sa 14:15 - 15:45

Sexuelle Probleme nach sexueller Gewalt – Diagnostik und Behandlung

Melanie Büttner, Sarah Biedermann

Sexualanamnese bei sexuell traumatisierten Patient*innen und therapeutische Interventionsmöglichkeiten im stationären Rahmen der psychosomatischen Klinik
Daniela Wetzel-Richter

Sexuelle PTBS und Risikosexualität: Wie kann eine integrative Therapie helfen?
Melanie Büttner

Traumabedingte Körperbeschwerden und Sexualität: Freundschaft mit dem Körper schließen in der Körpertherapie
Karin Paschinger

Sexuelle Funktionsstörungen nach Traumatisierung: Möglichkeiten und Grenzen der Therapie nach dem Hamburger Modell
Sarah Biedermann

Sa 14:15 - 15:45

Einblicke in die Lebensrealitäten von Menschen(kindern), die in Zusammenhängen organisierter ritueller Gewalt aufwachsen und ihr Leben verbringen (müssen)

Claudia Fliß

Typischer Lebensverlauf Betroffener aus organisierter Ritueller Gewalt
Claudia Fliß

"Bitte mache das auch für andere von uns" – Auswirkungen und Wert einer geleiteten Spielgruppe für Innenkinder von Menschen mit dissoziativer Identitätsstruktur
Tatjana Hof

Und wie geht es den Kindern? Probleme und Symptome bei von organisierter Gewalt betroffenen Kindern mit dem Fokus auf die Möglichkeit und Herausforderungen bei Fremdunterbringung
Sonja Wittkowski

„Raus aus der Isolation!“ – Hilfe im Netz für jugendliche Überlebende ritueller organisierter Gewalt
Anke Fürste

Sa 14:15 - 15:45

Trauma und geistige Behinderung

Ulrich Elbing, Birgit Mayer

Dosierung und Wirkung von Notfallmedikation bei geistiger Beeinträchtigung und dissoziativer Identitätsstörung in Abhängigkeit von institutionellen Kontextfaktoren: Eine Langzeit-Einzelfallstudie
Ulrich Elbing

Vorstellung der Frauengruppe „Stark werden“ – ein kreativtherapeutisches Gruppenkonzept für Frauen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung und Traumatisierung durch sexualisierte Gewalt
Jacqueline Pieper, Claudia Köppen

Narrative Expositionstherapie (NET) bei Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und komplexen Traumafolgestörungen: Erste Ergebnisse einer kontrollierten Studie
Birgit Mayer

Sa 14:15 - 15:45

EMDR Therapie bei depressiven Erwachsenen, bei transgenerational traumatisierten Menschen und bei der Bearbeitung von Schuld und Scham

Arne Hofmann

Depression als Stress- und Traumafolgestörung und EMDR Therapie als neuer Behandlungsansatz
Arne Hofmann

EMDR in der Behandlung transgenerationaler Traumatisierungen
Katharina Drexler

Scham und Schuld – Zwei Affekte in der Traumabehandlung
Christel Lüdecke

Scham und Schuld in der Behandlung mit Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)
Dominika Mandrek-Ewers

Sa 14:15 - 15:45

Arbeit mit schwertraumatisierten Kindern in Klinik und Praxis

N.N.

Traumafolgestörungen bei Kindern nach Krankenhausaufenthalten mit Operation und deren Behandlung mittels eines systemischen Vorgehens unter Einsatz von EMDR
Steffen Bambach

Stationäre Behandlung von schwersttraumatisierten Kindern und Jugendlichen: Dauerhafte Symptomreduktion durch Intensiv-Psychotherapie im MOSES-Therapiemodell
Ludwig Ebeling, Lukas Oberschneider, Julia Quehenberger, Karl Heinz Brisch

Traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen in der Praxis – Chancen und potentielle Schwierigkeiten
Veronica Kirsch

Sa 14:15 - 15:45

16:00 - 16:45 Vorträge

Den Entrechteten zu ihren Rechten verhelfen – Die Unterstützung und Ermächtigung von Überlebenden schwerster Menschenrechtsverletzungen durch die Arbeit des ECCHR

Patrick Kroker

Das Ziel unserer Arbeit beim European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) ist es, dem Unrecht das Recht entgegenzusetzen und die Überlebenden schwerster Menschenrechtsverletzungen dabei zu unterstützen, ihre Rechte auf Wahrheit, Wiedergutmachung, und Verfolgung der Täter*innen einzufordern.
Die Mittel, derer wir uns bedienen, reichen von Strafanzeigen bei der deutschen Bundeswanwaltschaft gegen hochrangige Regierungsmitarbeiter Assads wegen Folter in Syrien über eine Verwaltungsklage gegen die Bundesrepublik wegen der Nutzung der US Airbase Ramstein durch die US-Armee für ihren tödlichen Drohnenkrieg bis hin zur Zivilklage auf Schadensersatz der Hinterbliebenen eines Fabrikbrandes in Pakistan gegen den dort produzierenden deutschen Konzern KiK, um einige Beispiele aus unserer Arbeit zu nennen.
Täglich arbeiten wir mit Personen zusammen, die schwerste Traumatisierungen erlitten haben. Gemeinsam mit ihnen und Partner*innen weltweit versuchen wir, die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftlicher Ausbeutung und abgeschotteten Grenzen zur Verantwortung zu ziehen. Dabei kooperieren wir mit Organisationen, die psychosoziale Unterstützung für Überlebende schwerster Gewalt anbieten. Sie unterstützen die Betroffenen, mit denen wir zusammen arbeiten und stehen uns beratend zur Seite.
Aus dieser Arbeit möchte ich ihnen im Rahmen meines Vortrags berichten.

Sa 16:00 - 16:45